Nichts als Kummer? Guttenberg in Fußnöten

Karl-Theodor zu Guttenberg
Hat er kopiert oder hat er nicht? (Bild: Strassengalerie unter CC-Lizenz)

„Sollte sich jemand […] durch unkorrektes Setzen und Zitieren oder versäumtes Setzen von Fußnoten bei insgesamt 1300 Fußnoten und 475 Seiten verletzt fühlen, so tut mir das aufrichtig leid.“

Selten wohl hat sich jemand so ungeschickt entschuldigt wie am Freitag der Herr Baron. Da wären:

  • die Formulierung: KTzG formulierte seine Entschuldigung derart verquast, dass vor lauter Verklausulierung an richtiger Entschuldigung am Ende gar nichts mehr übrig blieb.
  • das Timing: Seine Durchlaucht sprach ausgerechnet in dem Moment – und das auch nur zu ausgewählten Pressevertretern -, als sich in der Bundespressekonferenz die Hauptstadtjournalisten versammelten, die natürlich eine Menge Fragen zu dem Thema hatten und auf eine Stellungnahme des Ministeriumssprechers hofften. Die Journalisten wurden ebenso kalt erwischt wie Steffen Seibert, der die Aktion dann aber dennoch verteidigen musste – obwohl man ihm anmerken konnte, was er von der Aktion hielt. Das Video von der Veranstaltung wird von mir wärmstens empfohlen. Ob es in dieser Lage so schlau ist, die Journalisten gegen sich aufzubringen, lasse ich mal dahingestellt.

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